Bindungs- und Berührungsspiel | streicheln und kitzeln

Am Anfang nehmen Säuglinge ihren Körper nicht als eigenen Körper war. Für ein Baby ist der Körper zwar da – wird aber nicht bewusst als eigener Körper wahrgenommen. Berührungen geben Babys Geborgenheit, Sicherheit und Beruhigung. In den ersten Lebensmonaten kommunizieren wir durch Berührung, Blickkontakt, Sprache und Gefühle mit unseren Kindern. Der ungestörte Kontakt zwischen Eltern (Bezugspersonen) und ihrem Kind, ist besonders wichtig für eine enge Bindung. Unsere Babys lernen ihren Körper in den ersten Lebensjahren kennen. Denn erst nach und nach lernen Babys, dass ihr Körper ganz und gar zu ihnen gehört. Erwachsene empfinden es als selbstverständlich, dass sie Hände, Füße, eine Nase und Augen haben. Babys müssen aber in den ersten Lebensmonaten erst selbst ihren Körper spüren und wahrnehmen. Die Kleinen fühlen zwar, dass sie berührt werden, bis ihr Gehirn aber so weit entwickelt ist, dass sie genau selbst bestimmen könne, wo diese Berührung geschieht, dauert es etwa 10 Monate. Erst im zweiten Lebensjahr sind die Kinder in der Lage auf ein bestimmtes Körperteil zu zeigen, z.B. "Wo ist deine Nase".

Babys erleben im ersten Lebensjahr alles über ihren Körper, "Wer bin ich?" und "Was kann ich?". Berührungsspiele sind wichtig und fördern die Körperwahrnehmung und gleichzeitig auch die Bindung zwischen Eltern und Kind. Die Spiele sind dabei sehr spannend für die Kleinen, weil sie die Berührungen fühlen. Wenn ein Berührungsspiel zum täglichen Ritual wird, die Kinder also das Spiel intensiv kennenlernen, fördert auch dies ungemein. Denn sie erwarten mit zunehmenden Alter, die Berührung an bestimmten Körperstellen.

Die Mutter der Sinne

Mit Fingern oder auch Federn, Wolle, kleinen weichen Tüchern berühren wir sanft den Körper der Kinder. Eltern singen für ihre Kleinen und schenken ihren Kindern dabei sanfte Streicheleinheiten zum gemeinsamen Spaß haben und Wohlfühlen. Eltern helfen ihren Kindern dabei ein gutes Körpergefühl auszubilden - und dieses Körperfühl ist so wichtig für eine gesunde Entwicklung. Es werden auch Tast- und Gleichgewichtssinn des Kindes angeregt, durch die Wahrnehmung von Berührungen, durch den Hautkontakt und die Tiefenwahrnehmung der Muskeln und Gelenke. Diese sogenannten "Grundsinne" – müssen gut zusammenarbeiten, damit sich ein Kind in seinem Körper wohl fühlen kann. Denn auch das seelische Gleichgewicht eines Kindes hängt von einem positiven Körpergefühl ab. Der Haut- oder Tastsinn ist „die Mutter der Sinne", durch ihn erlebt ein Neugeborenes den Kontakt mit seiner Umwelt. Die sanfte Art, wie ein Kind berührt wird und durch zärtliche Zuwendungen, kann sich ein Kind emotional positiv entwickeln.

Kriecht die Schnecke

Melodie: „Bruder Jacob“, Text: Traditionell

Die Tiere auf dem Körper wahrnehmen

Schnecken kriechen, Schnecken kriechen,
den Berg hinauf, den Berg hinauf,
drüben wieder runter, drüben wieder runter,
auf dem Bauch, auf dem Bauch.

 

Käfer krabbeln, …
Mäuse tippeln, …
Elefanten stampfen, …
Flöhe springen, …             
Schlangen schlängeln, …
Würmer wühlen, …
Bienen summen, …
Pferde traben, …
Katzen schleichen, …
Hunde flitzen, …

Text: Nadine Hake

Hühner picken, Hühner picken,
auf dem Rasen, auf dem Rasen,
picken Regenwürmer, picken viele Körner,
legen Eier, in ihr Nest.

Wo ist mein Kindchen?    

Melodie: „Bruder Jacob“ Text: trad.

Alle und Alles was wir verstecken

Wo ist mein Kindchen? Wo ist mein Kindchen?
Wo bist du? Wo bist du?

Da ist mein Kindchen, da ist mein Kindchen.
Jetzt bist du wieder da.

 

Wo ist mein Baby? Wo ist mein Baby?
Wo bist du? Wo bist du?

Da ist ja mein Baby, da ist ja mein Baby.
Jetzt bist du wieder da.

Meine Name ist Nadine, ich glaube, dass Bindung, Geborgenheit, Selbstbewusstsein und Freude am Leben die wichtigsten Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts sind.
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