„Was glitzert da im blauen Chiffontuch-Meer? Fische faszinieren alle Menschen, schon die aller kleinsten, durch fließende Bewegungen und bunten Farben. Egal, ob wir wir einen Babykurs leiten oder mit den „Musikzwergen“ durch den Raum wirbeln – das Thema „Fische fangen“ bietet unendlich viele Möglichkeiten für Sinneserfahrungen, Rhythmus und Spiel. Hier habe ich ein buntes Netz an Inspirationen und Ideen. Wir fördern mit Tanzspielen die Motorik, singen Lieder die Kleinen zum Mitmachen anregen und basteln mit meiner neuen Druckvorlage im Handumdrehen eine ganze Fisch-Schar für unsere Babykurse und Stunden. Tauchen wir „Blubb, blubb, blubb!“ in die bunte Unterwasserwelt.
Vom Aquarium bis zum Ozean
Fisch, Fisch, Fisch-fisch-fisch,
der Fisch kommt auf den Tisch!
Das Spiel „Fische fangen“ ist eine kreative und bewegungsintensive Spielidee, die besonders für Kindergruppen geeignet ist. Es fördert die Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Feinmotorik. Als erstes brauchen wir natürlich „Fische“ zum Beispiel Greiflinge oder selbstgebastelte aus Papier, Moosgummi, Filz, Spüllappen, Schwämme oder aus Pappe. Dann brauchen wir das Meer, dass kann der Boden mit einem blauen Tuch, einer Decke oder viele kleine Chiffontücher in weiß- und blau-Tönen sein. Eine große Wanne, Schüssel oder Eimer mit Wasser, Eiswürfel oder Watte (Schnee)) gefüllt. Hier ein paar verschiedene Varianten, wie man Fische fangen kann:
- Die Kinder sind selbst die Fische, Eltern fangen ihre Kinder ein.
- Die Kinder versuchen, die Fische mit der Fliegenklatsche zu „angeln“ oder aufzuschnappen, indem sie diese vorsichtig von unten auf die Fliegenklatsche legen und an Land ziehen. Oder die Fische rutschen über den Boden oder eine Bodentrommel und wer zuerst auf den Fisch klatscht, darf ihn behalten.
- Mit Chiffontüchern die an ein Stab zum Beutel geknotet werden, ich nehme einfache Klanghölzer oder Kochlöffel. Für die Kleinen ist es schon eine herausforderung, sie sammeln einfach aus einem Meer, Fische auf und legen sie in ihre Beutel. Zwischen vielen Tüchern oder im Schnee muss man auch aufmerksam suchen.
- Es können Magnete an eine Fliegenklatschen oder an dicke Kordel und Fische geklebt werden.
- Mit den Händen nach Gurkenscheiben, die in Fischform ausgestochen sind fischen.
- Eingefrorene Fisch-Silhouetten in den Händen schmelzen lassen z.B. aus Küchenlappen geschnitten.
- Beim Fliegenfischen fliegen Fische durch die Luft und die Kinder versuchen sie einzufangen. Oder ein Kind wirft die Fische, die Eltern versuchen, sie mit der Fliegenklatsche in der Luft oder beim Aufkommen abzufangen.
Sanfte Spielaktionen für die Babys
Für die ganz Kleinen (ca. 3 bis 12 Monate) geht es beim Thema „Fische fangen“ weniger um das echte Greifen im sportlichen Sinne, sondern vielmehr um visuelle Reize, auditive Begleitung und sanfte Berührung. In meinen Babykursen nutze ich das Thema „Fische“, um die visuelle Wahrnehmung und die Körpererfahrung zu stärken. Ein großes blaues Chiffontuch (oder viele kleine) lassen wir wie kleine Wellen über die Babys schweben (auch die älteren Kleinkindern lieben das). Dann kommen die Fische hinzu, ich befestige die Fische (einlaminiert) aus meiner Druckvorlagen mit einer weichen Kordel an der Flosse mit kleinen Wäscheklammern an der Unterseite des Tuchs. Wenn das Tuch sinkt, „schwimmen“ die Fische direkt auf die Babys zu. Das regt zum Fixieren mit den Augen und zu Greifversuchen an. Die Babys können die Fische auch in der Bauchlage erkunden, ich lege sie dafür auf blaue Tücher. Ein kleiner Sensorik-Tipp: Klebt die Fische auf verschiedene Materialien zum Beispiel Knisterfolie, weichen Filz, oder Spüllappen. So wird aus dem „Fischfang“ eine haptische Entdeckungsreise. Und statt wildes Geplätscher singen wir für die Babys eine ruhige, rhythmische Variante.
Text: Nadine Hake, 2025;
Melodie: trad. „Dreh' dich kleiner Kreisel“Sagt ein Fisch dir „Guten Tag“,
macht er: „Blubb, blubb, blubb!“.
Sagt ein Fisch dir „Guten Tag“,
weil er dich mag.
Wildes Geplätscher für Kleinkinder
Bei meinen Musikzwergen (1–3 Jahre) lieben es die Kinder, in Rollen zu schlüpfen, sich im Raum zu bewegen und Aufgaben zu erfüllen. Das „Fische fangen“ wird hier vom Beobachten zum aktiven Mitmachen. In dieser Altersgruppe fördern wir die Grobmotorik, das Rhythmus-Gefühl und das erste Regelverständnis. Die Kinder werden selbst zu kleinen Fischern oder flinken Fischen! Am liebsten verteilen ich die Fische im Raum auf dem Boden. Die Kinder „schwimmen“ (laufen) zur Musik umher. Wenn die Musik stoppt, darf sich jedes Kind einen Fisch schnappen und ihn sicher ans „Ufer“ bringen. Wir lassen den Fisch hoch in die Luft „springen“ und tief zum Boden „tauchen“. Ich nutze hierfür Lieder im 3/4-Takt, das lädt so schön zum Schunkeln und „Schwimmen“ ein. Meine „Musikzwerge“ lieben es, wenn Dinge verschwinden und wieder auftauchen. Ich nutze Trommel, Tunnel oder ein großes Tuch als ‚Grotte‘, in die die Fische hineinschwimmen können!“
Ich hoffe, die Fische bringen eine frische Brise in eure Eltern-Kind-Kurse! Es gibt nichts Schöneres, als in die staunenden Augen der Kinder zu blicken, wenn das erste Mal ein kleiner Fisch an ihrer Angel zappelt oder über ihren Bauch kitzelt. Laminiere die Vorlagen, damit sie viele Kursstunden überstehen und abwaschbar bleiben. Laminieren sollte Pflicht sein in Kinderhand- und mund, sonst leben Papierfische nicht lange. Nutzt sie als Sensorik-Fische, Stab- oder Handpuppen Stabpuppe. Als Lotto oder Memorie für ältere Kinder, oder einfach an einem Stab mit einer Schnur als Angel zum wickeln. Ich klebe auf manche Fische zusätzlich glitzernde Klebefolie drauf. Ganz viel Spaß euch!

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