Die Entstehung der Welt

Die Schöpfungsgeschichte für Babys erlebbar

Während der Fastenzeit möchten wir in diesem Jahr mit Familien und Kindern unserer Kirchengemeinde „Die Schöpfung mit allen Sinnen wahrnehmen und bewahren“. Ich finde dieses Thema so passend mit Babys und Kleinkindern am Anfang ihres Lebens. Ich möchte euch gerne meine Anregungen mit auf den Weg geben. Ich denke dieses Thema lädt gerade frischgebackene Eltern ein, sich der Schöpfung zu öffnen und sie mit allen Sinnen wahrzunehmen. Gemeinsam können wir Himmel und Erde sehen, fühlen, hören und riechen. Ich habe die Schöpfungsgeschichte für Babys und Kleinkinder nach dem 1. Mose  der BasisBibel (BB) aufgeschrieben. Und weil wir so unendlich viel entdecken können, wollen wir mit Babys und Kleinkindern Gottes Schöpfung auch Tag für Tag, also Stunde für Stunde auf den Grund gehen. Denn Gott hat die Welt nicht an einem Tag erschaffen.

Die Entstehung der Welt

Nach 1. Mose (BasisBibel, BB), Nadine Hake, Ev.-luth. Kirchengemeinde Wildeshausen

Am Anfang war die Welt wüst und leer, Finsternis lag über dem Urmeer.
Am ersten Tag machte Gott das Licht. Er nannte das Licht »Tag« und die Finsternis »Nacht«.
Am zweiten Tag trennte Gott das Wasser und ein Dach ohne Wasser entstand. Er nannte dieses Dach »Himmel« und das Wasser unter dem Dach »Erde«.
Am dritten Tag machte Gott das Land sichtbar mit Pflanzen und Bäumen. Er nannte den festen Boden »Land« und das mit Wasser »Meer«.
Am vierten Tag machte Gott Sonne, Mond und Sterne. Er trennte Tag und Nacht und das Leuchten dient als Zeichen für Zeiten und Jahre.
Am fünften Tag machte Gott Fische für das Meer und Vögel für den Himmel. Er wollte, dass sie sich vermehren und im Wasser und am Himmel wimmeln.
Am sechsten Tag erschuf Gott die Tiere am Land und die Menschen. Er wollte, dass sie sich vermehren und ernähren von den Pflanzen und Bäumen.
Am siebten Tag ruhte Gott sich aus von all seiner Arbeit. Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag.
Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde: So wurden sie geschaffen.

Vorbereitung

Material, dass ihr braucht:

  • Ein Spieltuch pro Eltern-Kind-Paar (z.B. Baumwolltuch ca. 50x50 cm)
  • Eine flache Schale oder Wanne, Tablet mit Rand o.ä. mit lauwarmem Wasser
  • Einen glatten mittelgroßen sauberen Feldstein
  • Eine ungiftige (evtl. essbare) Pflanze im Topf

Eventuell ein Schwungtuch oder einer großen Tischdecke zum gemeinsamen spielen am Ende der Geschichte. Das Schwungtuch symbolisiert "Himmel und Erde", alles was sich bewegt hängt zusammen. Wenn einer nicht mitmacht gerät alles aus dem Gleichgewicht. Alles ist wichtig.

Die Welt am Anfang
Am Anfang war die Welt wüst und leer Finsternis lag über dem Urmeer.

Mit einem Tuch oder den Händen sanft das Gesicht der Kinder bedecken oder gemeinsam die Köpfe unter eine Decke stecken, damit sich die Kleinen nicht allein im Dunkeln fühlen. Erwachsene und ältere Kinder können sich auch mit beiden Händen die Augen zuhalten.

Am ersten Tag
Am ersten Tag machte Gott das Licht. Er nannte das Licht »Tag« und die Finsternis »Nacht«.

Das Gesicht und den Kopf wieder ans Licht lassen. Schaut aufmerksam, wo das Licht am hellsten ist? Wo scheint das Licht durch das Fenster hell herein? Welche Lampe oder Kerze strahlt am meisten Licht? Wo ist der Himmel am hellsten? Im ruhigen Rhythmus wiederholen, die Augen bedecken und wieder öffnen. Gebärden zeigen: „Licht und Dunkelheit“, „Tag und Nacht“.

Am zweiten Tag
Am zweiten Tag trennte Gott das Wasser und ein Dach ohne Wasser entstand. Er nannte dieses Dach »Himmel« und das Wasser unter dem Dach »Erde«.

Eine Schale mit Wasser oder eine Regenpfütze zum Anfassen suchen. Das Wasser mit den Händen berühren, schieben und mit den flachen Händen auch versuchen zu trennen. Und auch die Luft bewusst wahrnehmen, dabei die Kinder anpusten und anhauchen und Wind mit Tüchern erzeugen. Gebärden zeigen: „oben und unten“ „Himmel und Erde“.

Am dritten Tag
Am dritten Tag machte Gott das Land sichtbar mit Pflanzen und Bäumen. Er nannte den festen Boden »Land« und das mit Wasser »Meer«.

In die Schale mit Wasser oder die Regenpfütze einen großen Stein legen und eine Pflanze zum Beispiel in einem Blumentopf stellen. Eine Pflanze wählen zum Anfassen: Kräuter, Blattgemüse oder selbst gemachtes Ostergras. Gebärden zeigen: „Land (Boden) und Meer“ und „Pflanze und Baum“.

Am vierten Tag
Am vierten Tag machte Gott Sonne, Mond und Sterne. Er trennte den Tag von der Nacht und das Leuchten dient als Zeichen für die Zeiten und Jahre.
Sonne, Mond und Sterne am Himmel suchen und beobachten. Sonne, Mond und Sterne als Formen zum Anfassen aus Holz oder dem Tuch formen oder ein einfaches Steckspiel oder Puzzle basteln. Aus gelbem Papier die Formen ausschneiden und einen Schlitz in die Mitte schneiden, so können sie als Handpuppen auf die Finger gesetzt werden. Gebärden zeigen: „Sonne, Mond und Sterne“ und „Sterne sehen“.
Am fünften Tag
Am fünften Tag machte Gott Fische für das Meer und Vögel für den Himmel. Er wollte, dass sie sich vermehren und im Wasser und am Himmel wimmeln.
Fische durch das Wasser wimmeln lassen oder mit den Händen Fische wimmelnd andeuten. Vögel durch die Luft fliegen lassen, z.B. Finger- oder Handpuppen oder Andeuten mit den Händen. Auch die Arme weit ausbreiten, wie Flügel, die sich „auf und ab“ bewegen. Fisch und Vogel als Formen zum Anfassen oder auch als einfaches Steckspiel oder Puzzle basteln. Gebärden zeigen: „Fische und Vögel“.
Am sechsten Tag

Am sechsten Tag erschuf Gott die Menschen und die Tiere am Land.
Er wollte, dass sie sich vermehren und ernähren von den Pflanzen und Bäumen.

Verschiedene Tiere darstellen: Vieh, Wildtiere und Insekten. Als einfache Bilder, Handpuppen oder Plüschtiere zum Anschauen und anfassen. Die Tierlaute und ihre Bewegungsformen wieder geben, zum Beispiel könnte sich in der Gruppe jeder ein Tier aussuchen. Und dann der Mensch, „Ich und Du, wir alle hier im Kreis“ hat Gott gemacht. Als Abschluss kann noch Obst oder Gemüse als Fingerfood für die Kleinen und Großen angeboten werden. Gebärden zeigen: „Tiere und Mensch“, „Ich, du und wir“.

Am siebten Tag
Am siebten Tag ruhte Gott sich aus von all seiner Arbeit. Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag.
Gemeinsam mit den Kindern auf den Boden legen und sich ausruhen oder die Kinder im Arm halten im Sitzen oder Stehen und einen Moment still ruhen. Gebärden zeigen: „ausruhen“ und eine Segensgeste vormachen. Als Segen können Eltern ihren Kindern auch die Hand auf das Köpfchen legen oder sie sanft auf die Stirn küssen.
Gottes Schöpfung
Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde: So wurden sie geschaffen.
Wir wollen die Schöpfung bewahren und gut mit unserer Erde und unserer Umwelt umgehen. Was können wir tun? Wie können wir gemeinsam mit unseren Kindern unserer Welt schützen und bewahren? Pflanzen und Tiere, Erde, Luft und Wasser.
Meine Name ist Nadine, ich glaube, dass Bindung, Geborgenheit, Selbstbewusstsein und Freude am Leben die wichtigsten Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts sind.
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